Wir fordern einen festgelegten Anteil an Kostenmieten!
Wohnen ist ein Muss. Es ist nicht möglich, nicht zu wohnen. Wirtschaftlich spricht man hier von einem Konsumzwang. Das heisst: Obwohl die Mieten unbegründet explodieren, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Preise zu zahlen.
In der Bundesverfassung ist schon lange festgeschrieben, wie Mieten festgelegt werden und wie viel Gewinn daraus erzielt werden darf. Die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt sieht jedoch anders aus. Kaum ein Immobilienkonzern hält sich an diese Regelung. Sie erzielen enorme Profite, während sich viele Menschen kaum noch die Krankenkasse leisten können.
Wir wollen einen festgelegten Anteil an Kostenmieten pro Gemeinde zur Verfügung stellen. Die Kostenmiete beschreibt einen Mietzins, der sich ausschliesslich aus den tatsächlich anfallenden Kosten für den Wohnraum zusammensetzt. Dazu gehören etwa die laufenden Betriebskosten wie Strom, Heizung, Wasser, Abwasser, Instandhaltung sowie Rückstellungen für Renovationen. Anders als bei marktüblichen Mieten wird kein Gewinn erzielt.
Die Stadt Zürich verfolgt dieses Modell bereits seit einigen Jahren erfolgreich. Dabei zeigt sich deutlich, dass die Mieten in Kostenmietwohnungen häufig nur etwa halb so hoch sind wie jene auf dem freien Wohnungsmarkt.
Dieses System hat grosse volkswirtschaftliche Vorteile: Die Einsparungen bei den Wohnungskosten führen dazu, dass die Kaufkraft eines grossen Teils der Bevölkerung massiv zunimmt. Es sorgt für mehr Stabilität auf dem Wohnungsmarkt, reduziert die soziale Ungleichheit und senkt insbesondere das Armutsrisiko von Alleinerziehenden sowie anderen benachteiligten Gruppen.
Öffentlicher Verkehr im Zürcher Oberland
In Zeiten der immer schlimmer werdenden Klimakrise ist der öffentliche Verkehr essenziell. Niemand soll mehr auf ein Auto angewiesen sein. Deswegen muss der ÖV für alle zugänglich sein.
Gemeinden sind häufig noch immer ungenügend an grössere Zentren angebunden, was Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe einschränkt. Zudem sind viele Bahnhöfe und Bushaltestellen nach wie vor nicht barrierefrei gestaltet, was besonders für ältere Menschen, Personen mit Behinderungen oder Familien mit Kinderwagen eine Herausforderung darstellt. Auch der Betrieb in den späten Abendstunden ist vielerorts ausgedünnt, und die Fahrpreise stellen für viele Haushalte eine spürbare Belastung dar.
Wir möchten das ändern, damit alle Menschen den öffentlichen Verkehr selbstbestimmt, bequem und bezahlbar nutzen können.
Deshalb setzen wir uns konkret ein für:
- den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes im Zürcher Oberland. Nur ein guter und kostenloser öffentlicher Verkehr ermöglicht es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Der ÖV muss sowohl in den Zentren als auch in der Peripherie gestärkt werden.
- die vollständige Barrierefreiheit sämtlicher Bahnhöfe und Bushaltestellen. Trotz der 20-jährigen Frist ist immer noch jede dritte Bushaltestelle im Kanton Zürich nicht barrierefrei. Deshalb fordern wir, dass Menschen mit Behinderungen bis zur Behebung dieses Missstands den öffentlichen Verkehr kostenfrei nutzen können.
Wir fordern ein Stimmrechtsalter ab 16!
In einer lebendigen Demokratie soll die neue Generation in die Prozesse des politischen Systems eingeführt werden. In den letzten Jahren ist das Medianalter der Abstimmenden auf bald 60 Jahre angestiegen. Das Medianalter der Bevölkerung hingegen liegt bei 42 Jahren.
Junge Menschen wollen und können Verantwortung übernehmen. 16- und 17-Jährige engagieren sich in Vereinen und Jungparteien, sind vor Gericht urteilsfähig und stehen oft bereits im Berufsleben. Sie müssen in diesem Alter bereits enorm wichtige Entscheide treffen und haben auch juristisch weitgehende Pflichten und Rechte. Sie beginnen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und Verantwortung zu tragen.
Deshalb sollten sie auch dazu berechtigt sein, die Entscheidungen, denen sie unterworfen sind, mitzugestalten.
Es ist höchste Zeit, dass wir unsere eigene Zukunft mitbestimmen dürfen. Deshalb setzen wir uns klar für ein Stimmrechtsalter ab 16 ein – für eine Demokratie, an der alle teilhaben dürfen.
Medienmitteilung
JUSO schafft Parlamentseinzug in Illnau-Effretikon - starkes Signal für junge linke Politik
Radikaler Umbau – Von den Strassen bis ins Parlament! JUSO Zürcher Oberland gibt Kandidaturen für die Behördenwahlen 2026 bekannt.
Alle haben Platz! – JUSO-Kandidierende für die Behördenwahlen 2026
Am 8. März 2026 wird über die Zukunft des Zürcher Oberlands entschieden. Die JUSO tritt mit einer klaren Haltung an die Erneuerungswahlen der Parlamente und Gemeinderäte an: «Alle haben Platz!». Die Partei setzt sich für ein solidarisches Oberland ein, dass bei den Sorgen der Bevölkerung nicht wegschaut sondern aktiv Lösungen bietet.
«Wir möchten Gemeinschaften, die tragen und Räume, die für alle offen sind», so Jael D’Agostino, Co-Präsidentin der JUSO ZO. Diese Vision lässt sich durch konkrete politische Forderungen umsetzen: Städte und Gemeinde können durch aktive Bodenpolitik dafür sorgen, dass Wohnraum bezahlbar bleibt und nicht durch Spekulationen von Immobilienfirmen und Pensionskassen zum Luxusgut verkommt.
Die Gemeinschaft wird durch kulturelle Projekte und Integrationsprogramme gestärkt, deshalb müssen diese von der Politik unterstützt werden. Eine Gemeinde muss für alle Bürger*innen jedes Alters, Geschlechts, jeder Herkunft und Schicht Teilnahme am politischen Geschehen und öffentlichen Leben ermöglichen. Somit sind transparente Kommunikation und Zugänglichkeit Grundvoraussetzungen für ein gerechtes und engagiertes Zusammenleben. «Demokratie bedeutet teilhaben. Die Verantwortung tragen die Menschen aber nicht allein, die Gemeinde muss diese Teilhabe auch ermöglichen», so Silas Muggli, Gemeinderatskandidat in Bubikon.
In Illnau-Effretikon tritt die JUSO mit einer eigenen Liste an die Parlamentswahlen an. Auf den vordersten Plätzen stellen sich Simon Heim und Jael D’Agostino zur Wahl.
Weitere Mitglieder der JUSO treten auf der SP-Liste an: Elsa Schüpbach, Skye Richard, Severin Gada in Uster. Lorina Krasniqi in Wetzikon.
Silas Muggli ist der einzige neue Kandidierende für den Gemeinderat in Bubikon.
Zudem kandidiert am 12. April 2026 kandidiert in Hinwil Amira Chergui für die Schulpflege.
Gemeinsam können wir die Zukunft gestalten, darin sind sich alle Kandidierenden einig. Die JUSO zeigt, wie es gehen kann: Ein starkes, lebendiges Oberland, in dem alle ihren Platz finden und Wohnen wirklich Leben bedeutet.
Wir freuen uns auf einen starken Wahlkampf!