JUSO fordert Entlassung der Sozialhilfe-Leiterin Dübendorfs

Ein kürzlich veröffentlichter Artikel des Tages Anzeigers offenbart einmal mehr schockierende Zustände im Sozialamt Dübendorf. Die JUSO Zürich Oberland will dies nicht länger hinnehmen und fordert den Stadtrat mit einer Petition dazu auf, Konsequenzen zu ziehen.

Die neuesten Recherchen des Tages Anzeigers zeichnen ein erschreckendes Bild des Sozialamts Dübendorf: Betroffene werden schikaniert, müssen teils über Monate hinweg auf Zahlungen warten oder werden mit widerrechtlichen Zahlungsaufforderungen konfrontiert. Die unmenschliche Behandlung führt so weit, dass einzelne Betroffene aus Angst auf die Sozialhilfe verzichten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Dübendorfs Sozialamt für Schlagzeilen sorgt. 2015 wurde bekannt, dass die Leiterin der Sozialhilfe auf Facebook rechtsextreme Inhalte teilte und gegen jene Menschen hetzte, welche im Bereich Sozialhilfe auf ihre Hilfe angewiesen wären. Ebendiese Leiterin liess dann auch stolz verlauten, dass sie keine Sozialarbeiterin sei und bewusst keine Sozialarbeitenden in ihrer Abteilung einstelle. Auch dass die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) in Dübendorf nicht gelten würden, stellte sie in einem Statement klar.

Nachhaltige Konsequenzen hatte die negative Medienberichterstattung für die Leiterin des Dübendorfer Sozialamts keine. Zwar wurde auf Druck der SP/Grüne eine Ombudsstelle geschaffen, ansonsten blieb der Stadtrat aber untätig.

“Diesem unmenschliche Umgang mit Sozialhilfebezüger*innen muss ein sofortiges Ende gesetzt werden”, fordert Leandra Columberg, Präsidentin der JUSO Zürich Oberland, und ergänzt: “Wer so mit Menschen umgeht, hat in diesem Beruf nichts verloren. Der Stadtrat muss jetzt handeln!”

 

Die JUSO Zürich Oberland hat daher eine Petition lanciert, in welcher sie dem Stadtrat folgende Forderungen stellt:

  • Entlassung der Sozialhilfe-Leiterin
  • Mitarbeitende des Sozialamts benötigen eine entsprechende Ausbildung
  • Menschlicher und respektvoller Umgang mit Sozialhilfebezüger*innen
  • Konsequente Einhaltung der Skos-Richtlinien
  • Externe Untersuchung des Sozialamts und öffentliche Publikation eines Berichts

Jetzt Petition unterschreiben

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