Uster soll sich zu Lohngleichheit bekennen

Lohnungleichheit ist auch 2018 noch ein weit verbreitetes Problem. Zusammen mit Salome Schaerer (SP) hat Florin Schütz, SP-Gemeinderat und Sekretär der JUSO Zürich Oberland, daher ein Postulat eingereicht, welches den Stadtrat auffordert die «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» zu unterzeichnen.

Die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor wurde im September 2016 von Bundesrat Alain Berset zusammen mit kantonalen und kommunalen Regierungsmitgliedern lanciert. Sie fordert insbesondere die Einhaltung und regelmässige Überprüfung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung, in der öffentlichen Hand nahestehenden Körperschaften sowie im öffentlichen Beschaffungs- und Subventionswesen. Bis heute wurde die Charta vom Bund, 14 Kantonen (darunter auch der Kanton Zürich) sowie 50 Gemeinden unterzeichnet. Die Unterschrift der Stadt Uster fehlt allerdings.

«Frauen verdienen für gleiche Arbeit im Schnitt immer noch ca. 18% weniger, rund 40% dieses Unterschieds sind nicht erklärbar und somit nicht tolerierbar», so Florin Schütz. Laut einer Studie des Bundes unterscheiden sich dabei die Zahlen im öffentlichen Sektor nur gering vom privaten Sektor. «Umso wichtiger, dass sich die Stadt Uster zur Lohngleichheit bekennt und diese regelmässig nach anerkannten Standards überprüft», ergänzt Leandra Columberg, Präsidentin der JUSO Zürich Oberland.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist Teil unserer Verfassung, doch solange Frauen* und Männer* für gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn erhalten, kann nicht von einer genügenden Umsetzung dieses Verfassungsartikels gesprochen werden. Im vergangenen September gingen daher über 20’000 Menschen in Bern auf die Strasse und demonstrierten für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Höchste Zeit also, dass sich endlich was ändert und niemand aufgrund seines Geschlechts weniger als andere verdient.

Vollständiges Postulat

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