PatientInnen sind keine Ware!

Heute Morgen protestierte die JUSO Zürich Oberland gegen die mögliche Privatisierung des Spital Usters, über die am 08. März abgestummen wird, indem sie im Stadtzentrum lukrative PatientInnen versteigerte.

Am 08. März wird darüber entschieden, ob das Spital Uster in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll. Die JUSO Zürich Oberland stellt sich entschieden gegen diese Pläne, da nach einer Annahme der Vorlage nicht mehr die Sicherstellung einer guten Gesundheitsversorgung, sondern das Erwirtschaften von Profit im Vordergrund steht. Eine Rosinenpickerei um möglichst lukrative PatientInnen wird die Folge sein. Dies verbildlichte die JUSO Zürich Oberland mit ihrer Aktion heute Morgen: Unter dem Motto „Patienten sind keine Ware“ versteigerte sie im Stadtzentrum Uster PatientInnen in Einkaufswägen an die PassantInnen. PatientInnen mit einem lukrativen Eingriff, wie beispielsweise einer Knieprothese, wurden dabei besonders angepriesen, während schlecht versicherte und damit unprofitable PatientInnen links liegen gelassen wurden. „Eine Privatisierung des Spital Usters wird genau zu diesem Effekt führen – PatientInnen, die sich für das Spital nicht lohnen werden schlechter behandelt“ erklärt Nina Hüsser, Sekretärin der JUSO Zürich Oberland.

Doch nicht nur für die PatientInnen würde eine Privatisierung zur Gefahr werden, auch die Arbeitsbedingungen leiden, wie die Vergangenheit zeigt, bei einer Spitalprivatisierung stark.

„Da Personalkosten im Gesundheitswesen einen der grössten Budgetposten darstellen, wird man dort als erstes Einsparungen vornehmen, wenn man die Proftigier einiger weniger Aktionäre befriedigen muss. Eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen des Krankenhauspersonals wäre die Folge“, so Florin Schütz, Präsident der JUSO Zürich Oberland.

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